Über mich

Ich segle seit vielen Jahren. Ende 2024 habe ich mir den lange gehegten Traum eines eigenen Segelboots erfüllt und mir das Einhandsegeln nach und nach selbst beigebracht.

Mit Sailing into the blues dokumentiere ich Törns, Gedanken und Erfahrungen aus einer Zeit der Neuorientierung. Es geht um mehr Zeit auf dem Wasser, um Freiheit und darum, wie sich ein neues Kapitel gestalten lässt.

Dieser Blog ist mehr als ein Reisebericht oder Segelblog. Er ist auch ein Ort für Gedanken unterwegs. Über das Segeln selbst, über Alleinsein und Verbundenheit, über Kurswechsel und Richtung, und über das, was das Meer klärt und was nicht.

Ich schreibe hier persönlich. Über das Unterwegssein, aber auch über Fragen, auf die es nicht immer schon klare Antworten gibt. Nicht, weil ich weiter wäre, sondern weil ich unterwegs bin. Auf dem Wasser. Auf dem Weg.

Über Paikea

Paikea ist eine Hallberg Rassy 310, Baujahr 2011, Baunummer 20. Ich bin ihr dritter Eigner. Mit ihr hat ein lange gehegter Traum eine konkrete Form bekommen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem anderen Bootstyp und wollte mir die Hallberg Rassy 310 nur aus Interesse anschauen. Das Boot stellte sich jedoch als sehr gepflegt heraus, mit einem Eigner, der es mir gründlich übergeben wollte. So habe ich mich eher spontan entschieden. Man sagt ja, dass sich Boote ihre Eigner suchen und nicht umgekehrt.

Für mich ist Paikea groß genug, um ernsthaft und seetüchtig unterwegs zu sein, und zugleich klein genug, um auch einhand gut beherrschbar zu bleiben. Genau diese Mischung macht für mich ihren Reiz aus. Obwohl Paikea eher ein klassisches Design hat, ist sie sportlich, schnell und wendig. Schon nach den ersten Törns war klar, dass sie sehr gut zu der Art des Segelns passt, die ich suche.

Die Hallberg Rassy 310 ist solide gebaut und segelt sich für ihre Größe bemerkenswert gutmütig und ausgewogen. Paikeaist innen sehr gemütlich und für ihre Größe erstaunlich geräumig. Bei einer Gesamtlänge von rund 9,4 Metern bringt sie etwa 8,8 Meter Wasserlinie mit. Das macht sie nicht nur schnell, sondern sorgt auch für vergleichsweise viel Raum unter Deck. Gerade einhand schätze ich, wie überschaubar, geschützt und vertrauenerweckend sie sich anfühlt.

Für mich ist Paikea nicht nur ein Boot, sondern auch Lernraum, Rückzugsort und Begleiterin auf dem Wasser. Vieles, was dieser Blog erzählt, beginnt genau hier: an Bord von Paikea.

Der Name Paikea stammt vom Vorbesitzer. Inspiriert ist er von der Häuptlingstochter aus dem Film Whale Rider. Als ich das Boot übernommen habe, durfte es seinen Namen behalten. Zum einen, weil das Umbenennen von Booten angeblich Unglück bringt, und zum anderen, weil es ein Formular weniger bedeutete.

Die wichtigsten Daten

  • Hallberg Rassy 310
  • Baujahr 2011, Baunummer 20
  • Länge rund 9,4 m, Wasserlinie rund 8,8 m, Breite rund 3,2 m, Tiefgang rund 1,8 m
  • Verdrängung rund 4,5 t, Ballast rund 1,7 t
  • Slup-Rigg, Segelfläche am Wind gut 52 m²
  • Yanmar Diesel, 22 PS
  • Tankvolumen 100 l Diesel, 200 l Frischwasser
  • Rollgenua und Rollgroßsegel, zusätzlich Code 0 für Leichtwind

Rollgenua und Rollgroßsegel erlauben das Reffen vom geschützten Cockpit aus. Der Code 0 hilft zusätzlich bei wenig Wind. Wer mehr über Paikea wissen möchte, findet auf meinem YouTube Kanal eine ausführlichere Vorstellung.